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Herzlichen Willkommen

Stell dir vor, du bist nicht mehr alleine...


Stell dir vor, du hast deinen perfekten Partner gefunden...


Stell dir vor, du bist glücklich.


Manchmal tut es gut, sich einfach fallen zu lassen und sich etwas vorzustellen, für einen Moment die Sorgen zu vergessen und ein wenig Glück zu verspüren.


Ich hoffe, du kannst das...
19.2.11 11:11


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Stell dir vor, ... Kirschbaum

Stelle dir vor, wir gehen spazieren. Es ist Frühling und um uns herum fliegen unzählige von Blüten, Pollen und Insekten. Wir gehen Hand-in-Hand einen ausgetretenen Pfad entlang, der mitten durch einen wunderschönen Park führt. Der Park ist voll mit schönen Laubbäumen, die zu dieser Jahreszeit in ihrer ganzen Pracht strahlen. Der gesamte Boden des Parks ist voll mit dem feinsten Gras, was du je gesehen hast. Tausende Gänseblümchen strecken zwischen dem vielen Grün ihre Köpfe gen Himmel und sie wippen fröhlich hin und her, wenn sie der Wind oder die Pfote eines Hundes sie dazu bringen. Wir breiten eine Decke aus und legen uns auf den Boden. Er ist samtweich. Du guckst ihn dir genauer an: Zwischen den Gänseblümchen und dem Gras entdeckst du weichstes Moos. Lachend reißt du ein wenig davon aus dem Boden und wirfst mich damit an. Ich versuche auszuweichen, doch du triffst mich – natürlich mitten ins Gesicht. Gespielt wütend baue ich mich vor die auf und falle schreiend über dich her. Lachend rollen wir von der Decke hinunter und liegen einfach nur noch zusammen im Gras. Du schaust nach oben und deutest auf eine Wolke. Ich schaue sie mir auch an und muss lachen. Sie sieht aus wie eine riesige Rose. Schade, dass wir sie nicht riechen können, sie hätte gut zu den ganzen Blumengerüchen um uns herum gepasst. Die Wolke schwebt ganz langsam über unsere Köpfe hinweg und irgendwann verschwimmt sie. Ein Hund rennt bellend an und vorbei und du suchst ängstlich bei mir Schutz. In meinen Armen fühlst du dich wohl. Ich sehe dich gespielt vorwurfsvoll an und du lachst. Deine kindliche Angst ist so süß. Wir schauen wieder nach oben. Unsere Wolke hat sich in der Mitte geteilt und bildet jetzt zwei Herzen, die nach und nach in ein einziges großes zusammenlaufen. Ich gebe dir einen Kuss auf die Stirn und du schließt seufzend die Augen. So wohl hast du dich noch nie gefühlt. Wir liegen noch eine Weile herum, dann sage ich dir, dass ich dir etwas zeigen muss und du stehst ächzend auf. Wir ziehen unsere Schuhe aus und lassen sie bei der Decke. Die Grashalme und Gänseblüten kitzeln dich ein wenig, aber du streichst mit dem Fuß wohlwollend durch das Gras. Es ist ein angenehmes, sehr schönes Gefühl. Ich nehm dich bei der Hand und sage dir, dass du mir vertrauen musst. Natürlich tust du das sofort, sagst es mir aber nicht, sondern kämpfst kurz gegen mich an. Den Kampf gewinne ich ohne Probleme und du lachst laut auf. Ich dreh dich einmal herum und verbinde dir die Augen mit einem Stück Tuch. Auf einmal ist die Welt um dich herum verschwunden. Du spürst nur noch die Wärme der Luft, das Gras unter deinen Füßen, die Wärme und den Druck meiner Hand und hast ansonsten nur deine Ohren. Sehen tust du gar nichts. Wir gehen zusammen eine Weile und du fragst dich, wo wir hingehen. Nach einiger Zeit hörst du ein leises Plätschern und eiskaltes Wasser berührt deine Füße. Du kreischst erschrocken auf und ich lasse deine Hand los. Plötzlich berühren meine Lippen die deine und das eiskalte Wasser tropft von oben auf unsere Gesichter hinab. Es ist ein sehr feuchter Kuss, sozusagen. Ich nehm dich wieder an die Hand, nur das meine Hand von dem Wasser viel kälter und nässer ist als vorher. Wir durchqueren den Bach und du spürst spitze Steine unter deinen Füßen, die dir nicht wehtun, sondern ein angenehmes Kitzeln erzeugen. Ich nehme dich in meine Arme und hebe dich eine Böschung hoch. Wieder fühlst du das Gras unter deinen Füßen. Wir gehen ein paar Schritte und irgendwann drehe ich dich um und drücke dich ganz sanft auf eine holzige Parkbank. Sie ist von der Sonne vorgewärmt und wärmt angenehm deinen Hintern. Du spürst, wie ich mich neben dich setzen und dein Gesicht ganz sanft in beide, noch etwas kalten Hände nehme. Ich gebe dir einen Kuss und nehme dir dabei das Stück Tuch vom Gesicht. Du schlägst langsam die Augen auf und lässt von mir ab. Vor dir siehst du die herabhängenden Äste eines Baumes. Sie tragen weiße und rosa Blüten, von denen sich viele abgelöst haben und durch die Luft schweben. Du guckst dich um. Wir sitzen genau unter einem Kirschenbaum und in einem nahem Umkreis ist alles ein einziges Meer aus Blüten. Es ist wunderschön. Du siehst mich an und kannst deine Gefühle nur mit einem Lächeln zeigen. Dann küsst du mich auf eine Art und Weise, die mir viel mehr sagt, als tausend Wörter. Als du wieder die Augen öffnest, setzt sich ein Marienkäfer genau auf meine Nase. Er scheint dich anzugucken. Er hat drei Flecken und ist ziemlich klein. Wir lachen beide auf, wodurch er sich erschrickt und wieder davon fliegt. Ich sage dir, dass ich dir noch etwas zeigen möchte und bitte dich aufzustehen. Das tust du und guckst dorthin, wohin ich zeige. In dem Stamm des Baumes ist ein großes Herz geritzt, in denen unsere Namen stehen. Du lächelst und nimmst meine Hand. Ich deute nach unten und du guckst auf die Stelle der Bank, auf der du gerade noch gesessen hast. Dort ist ins Holz geritzt: Ich liebe dich.
19.2.11 11:39


Strand

Stell dir vor, wir gehen am Strand
Hier sind wir früher fröhlich lachend langgerannt,
haben getobt im weißen Sand
wir haben uns so gut, so verdammt gut gekannt.

Wir haben hier gesessen und dem Wasser zugesehen,
haben uns stundenlang umarmt und wollten nie mehr gehen,
haben gehofft, die Zeit bleibt für immer stehen,
damit wir für immer für einander leben.

Ich habe dir liebevoll einen Kuss auf die Stirn gegeben,
während die Sonne begann, sich zur Ruhe zu legen.
wir wussten, unsere Liebe muss man hegen und pflegen
aber so ist das einfach im Leben.

Die Sterne glitzerten so weit über uns, so wunderschön
als würden sie über uns wachen, unsere Liebe bewachen,
ich weiß, ich werde dein Gehen niemals hinnehmen,
werde niemals drüber lachen, noch Scherze drüber machen.

Doch musst du wissen,
ich werde es immer vermissen,
dich voller Liebe zu küssen,
dich zärtlich ins Kissen zu drücken
mit dir die schweren Zeiten zu überbrücken
und vor allem
dich jeden Tag auf’s neue zu beglücken.

Aber so ist das einfach im Leben.
19.2.11 11:33


Stell dir vor, ... Winter

Stell dir vor, du wachst auf. Es dauert lange, bis sich deine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, doch langsam erkennst du, wo du liegst. Du liegst in einem alten Holzbett, auf einer durchgelegenen Matratze und starrst die tiefe Decke über dir an. Eine kleine Kerze ist das einzige, was den Raum erleuchtet, und ihr Schein lässt seltsame Gestalten an den Wänden tanzen. Gähnend reibst du dir die Augen und streckst dich genüsslich. Du weißt zwar nicht, wie spät es ist, da der Raum keine Fenster hat, doch du weißt, dass es viel zu früh ist, um aufzustehen. Verwundert betrachtest du mich, wie ich auf einem alten Stuhl sitze und mir langsam die Schuhe zuschnüre. Ich bemerke deinen Blick und lächele. "Guten Morgen, du Schneekönigin.", sage ich und stehe langsam auf. Ich mache zwei, drei Schritte auf das Bett zu und gebe dir einen zarten Kuss auf die Stirn. "Ich wollte dich nicht wecken, aber wenn du schonmal wach bist,..." Ich mache eine einladende Geste Richtung Tür und du stöhnst auf. Ächzend lässt du dich in das warme Kissen fallen und schließt kurz die Augen. Als du sie einen kurzen Moment später wieder aufmachst, bin ich verschwunden. Verwundert und aufgrund der Kälte widerwillig steigst du aus dem Bett und kriechst in deine kalten Klamotten. Ein eisiger Schauer läuft dir über den Körper, erzeugt kurz eine Gänsehaut. Du musst kurz grinsen und verlässt das Schlafzimmer. Auch im Rest der kleinen Holzhütte, die wir zusammen gemietet haben, befinde ich mich nicht. Aber ich habe den Kamin angemacht, sodass das brennende Holz laut prickelnd eine wohlige Wärme von sich gibt. Dazu kommt, dass es nach köstlichem Tee riecht. Du beschließt, dich weiter auf die Suche nach mir zu begeben, und kleidest dich mit Schal, Mütze und weiteren Winterklamotten ein. Nach einer kurzen Überwindungspause verlässt du die Hütte und tritts über die Türschwelle in schmerzende Kälte. Draußen ist es noch dunkel, doch du erkennst, dass es schon wieder geschneit hat. Alles ist voller Schnee, die Tannen, die um unsere Hütte stehen, lassen ihre weißen Äste hängen, der See, der vor der Hütte liegt, ist nach wie vor eingefroren und von einer dünnen Eisschicht überdeckt. Und vor diesem See, auf einer kleinen Bank, erkennst du meine Gestalt, die dort einfach nur sitzt. Du schließt die Tür und gehst vorsichtig auf mich zu, bedacht, nicht auszurutschen. Der fast knöchelhohe Schnee knirscht unter deinen Füßen. Es dauert nicht lange, dann bist du bei mir angekommen.
"Warte einfach nur ab.", flüsterte ich ganz langsam auf deinen verdutzten Blick hin, hülle dich in eine wärmende Decke und überreiche dir eine Tasse mit dampfenden Tee, so als hätte ich gewusst, dass du noch kommst. Du weißt immer noch nicht, was das ganze soll, aber du sagst nichts weiter. Verwirrt folgst du meinem Blick in die Ferne, über den See hinaus zu dem riesigen Wald, der sich über den ganzen Horizont erstreckt. Ich lege einem Arm um dich und ziehe dich an mich heran. Du legst deinen Kopf auf meine Schulter und es ist so wunderschön vertraut, zwar nicht warm, aber es lässt dich die Kälte vergessen. Du fühlst dich wohl, durch und durch. Die letzten Tage waren eh die schönsten, die wir hier, in tiefstem Winter in einer einsamen Hütte ganz alleine, verbracht haben. Wir sitzen eine Zeitlang einfach nur da und starren in die Ferne. Die Wolken, die über den weit entfernten Bäumen ihren Weg dahergleiten, färben sich nach und nach rot, die Wipfel der Tannen werden von hinten rot angestrahlt, der Himmel scheint langsam nicht mehr so dunkel.
"Gleich.", murmel ich und gebe dir einen eisigen Kuss auf die Lippen, der dennoch unheimlich schön ist. Nur langsam öffnest du danach deine Augen wieder und siehst, dass ich dich beobachte. Ich lächel dich an und du fühlst dich so unheimlich wohl, dass du auch lächeln musst. Nur schwerfällig wenden wir den Blick wieder von einander ab und schauen erneut zu, wie der Tag uns begrüßt. Ganz langsam senkt sich die Sonne über die Kante des Waldes, über den Horizont und taucht alles umstehende in ein einzigartiges Licht. Fasziniert betrachtest du den goldenen Schein der Sonne, die leuchtende Sillhouette des Waldes. Du siehst, wie der von den Ästen gefangene Schnee freudig glitzert und etwas wunderbares ausstrahlen, was du nicht zu beschreiben vermagst.
"Das ist nicht alles.", murmel ich und du schaust mich verwundert an. Ich zwinker dir nur zu und deute auf den See. Und mit einem mal, ohne jegliche Vorwarnung, bricht der eingefrorene See in ein so enormes Glitzern aus, dass du die Augen abwenden musst. Als du wieder hinsiehst, bist du von dieser mächtigen Pracht völlig hingerissen. Eine solche Schönheit strahlt dir entgegen, dass du einfach nicht weggucken kannst. Ich nehm dich noch doller in den Arm und küsse deinen Scheitel. Eine einsame, gerührte Träne tropft aus deinem Augen auf die Decke, wo sie ganz schnell in dem Stoff verschwindet. Du richtest den Blick wieder hoch, schaust dir nochmal die gesamte Schönheit dieses Sonnenaufganges an, dann blickst du zu mir. Unsere Blicke treffen sich sofort und du siehst in meinen Augen ein freudiges Strahlen, eine verliebte Zufriedenheit. Ganz langsam hebe ich eine Hand, die von der Tasse wohlig gewärmt ist, und streichel dir zärtlich übers Gesicht. Du schließt genussvoll die Augen. Meine Finger fahren durch dein Haar, über deine sanften Lippen und über deine Wimpern. Plötzlich spürst du meine Lippen an deinen und küsst mich so sanft und zärtlich, wie du es lange nicht mehr getan hast. Dein Magen scheint sich zu überschlagen und du fühlst das gleiche Gefühl, das du hattest, als du noch richtig dolle verliebt warst. Diese Aufgeregtheit, dieses Besondere. Es dauert lange, bis sich unsere Lippen von einander trennen, und wir schauen uns tief in die Augen. "Weißt du was?", murmel ich langsam und du schüttelst bedächtigt den Kopf. "Schließ die Augen."
Du tust es und wartest gespannt ab. Du merkst, wie ich aufstehe, die Decke auf die Bank lege, und hörst das Knirschen meiner Schritte. Und plötzlich trifft dich ein weicher, kalter Schneeball im Gesicht. Empört reißt du die Augen auf und starrst mich wütend an. Ich habe mich ein paar Schritte entfernt und stehe da laut lachend. Du fängst an zu kreischen, reißt die Decke von den Beinen und wirfst deinen eigenen Schneeball. Gespielt verängstigt renne ich weg, du mir sofort hinterher, bis du mich eingeholt hast. Wir rangeln ein wenig und irgendwann liegen wir laut lachend im kalten Schnee und wälzen uns hin und her. Es ist zwar unheimlich kalt, doch auch unheimlich lustig.
"Komm.", murmel ich irgendwann, als unsere Lippen ganz kalt und unsere Finger ganz steif geworden sind. Wir packen schnell unsere Decken und unseren Tee zusammen und rennen in die Hütte, die so wunderbar warm ist. Wir schmeißen uns vor den Karmin, der neben der Wärme auch ein endlos romantisches Licht von sich gibt, und erneut begegnen sich unsere Lippen, diesmal leidenschaftlicher, inbrünstiger. Es dauert nicht lange, bis wir uns unsere Kleindung ausgezogen haben, und es dauert nicht lange, bis wir in der warmen Badewanne liegen...
19.2.11 11:31


Stell dir vor, ... Strand

Stell dir vor, du bist am Strand, umgeben von dem schwappenden Geräuschen der tanzenden Wellen, umgeben vom kräftigen Gekreische der Möwen, umgeben vom Rauschen des Windes, der dir deine Haare aus dem Gesicht fegt. Die Sonne küsst gerade den Horizont und taucht den Himmel mit seinen flauschigen Wolken in ein angenehmes, warmes Rot. Du musst bei dem Anblick lächeln und ein Schauer fährt dir über die Haut. Du kniest dich kurz hin und ziehst dir deine Schuhe aus. Deine Füße gleiten in den warmen, makellos weißen Sand und kitzeln dich. Du musst grinsen und gehst langsam ein paar Schritte, wobei du darauf achtest, dich nicht an den spitzen Kanten der toten Muscheln zu schneiden. Schade, dass sie so leblos herumliegen. Du gehst eine Weile und schweifst mit deinen Gedanken ab. Hier seid ihr früher immer lang gegangen...
Plötzlich berührt dich eine warme Hand auf deiner Schulter und dreht dich ganz sanft um. Er steht vor dir und grinst übers ganze Gesicht. Du liebst dieses Grinsen, du liebst die Zähne, die dabei offenbart werden, du liebst die Falten rechts und links der wunderschönen Lippen, du liebst diese Person, die da vor dir steht. Er schweigt und schlägt liebevoll die Augen nieder. Dir wird ein wenig schwindelig, so verrückt spielt dein Magen, dein Verstand. Er beraubt dir einfach sämtliche Sinne. Er öffnet seine Hand und bietet sie dir an. Sanfst ergreifst du sie und erfühlst jede einzelne raue Falte, die sein so junges Leben schon hinterlassen hatte. Er umschließt deine Hand und eine wohlige Wärme geht von ihr aus. Ganz langsam geht ihr Hand-in-Hand den Strand entlang, wobei ihr euch immer und immer wieder verliebte Blicke zuwerft. Er sieht so umwerfend aus und dieses Gefühl, ihn neben sich zu haben, ihn zu berühren, ihn einfach nur zu kennen, es ist so unbeschreiblich. Das ist das, was man Liebe nennt. Diese Geborgenheit, die mit seiner bloßen Anwesenheit eintritt, du hast es so vermisst. Genieße es für den Moment, genieße es, so lange du nur noch kannst. Jedes Gefühl, so schön es auch ist, jedes Gefühl ist irgendwann mal weg und zurück bleibt die Leere, du Angst, der Zweifel, also genieße. Genieße!
Du guckst wieder zur Seite. Du siehst nur die Silhouette seines Kopfes, um den von dem lieblichen Licht des Sonnenuntergangs ein roter Kranz leuchtet. Unbeschreiblich, einfach unbeschreiblich. Ihr geht eine Weile, eure Füße werden irgendwann von dem leicht aufbauschenden Wasser eingeschlossen und benetzten sie. Du siehst fasziniert zu, wie das Licht der Sonne gebrochen wird und die Haut der Lebensquelle glitztert. Du schaust wieder auf und bemerkst, dass er dich die ganze Zeit mit einem verstohlenden Lächeln beobachtet hat und jetzt, da du ihn ansiehst, noch breiter grinst und ganz sanft deine Hand fester hält. Eine Träne kullert dir die Wange herunter und tropft von deinem Kinn. Er guckt dich besorgt an und streicht ihre Spur sanft von deiner Haut. Die Berührung lässt dich erschauern und tiefe Trauer steigt in dir auf. Eine weitere Träne kullert über dein Gesicht. Langsam schüttelt er mit besorgtem Blick den Kopf, als würde er dir sagen wollen, dass du aufhören sollst.
„Aber ich vermisse dich.“, schreist du voller Trauer und lässt die Hand los. Du fällst auf die Kniee, die sofort nass werden, und drückst deine Stirn auf den warmen Sand, der auf einmal so hart erscheint. „Ich vermisse dich doch so.“ Tiefe Schluchzer erschüttern deinen ganzen Körper, du vergräbst deine Hände tief im Sand, als würdest du ihm wehtun wollen. Du schreist lauthals und Tränen fließen in Bäche über dein Gesicht und hinterlassen kurz ihre Spuren im Sand, doch sie versiechen viel zu schnell. Du schluchzt und schluchzt und hoffst, dass er dir aufhilft, dass er dich mit seinen warmen, starken Händen stützt, dich beschützt, dir Liebe gibt. Doch du wartest verzweifelt. Du weinst eine Weile weiter und hoffst, dass dieses Elend, dieser Schmerz bald vorbeigehen wird. Du willst aufgucken, dich vergewissern, dass er noch da ist – du weißt, dass er da ist. Er muss einfach da sein! Er wird dich wie immer anlächeln, er wird dir wie immer Kraft geben, er wird so wunderbar sein wie eh und je. Du willst zwar aufgucken, doch du schaffst es nicht. Du hast Angst vor der Wahrheit, diese schmerzliche Wahrheit. Du atmest tief ein und wieder aus, du sammelst all deine Hoffnung, all deinen Mut und schaust auf. Es dauert eine Weile, bis du durch den Schleier deiner Tränen etwas sehen kannst.
„Nein...“, murmelst du nur und stumme Tränen verlassen deine schmerzenden Augen. „Nein...“
Er war nicht mehr da, die Stelle, wo er gewesen war, war leer. Die Wahrheit überkommt dich: Er war nie da gewesen. Du schaust auf den Sand – voller Hoffnung, er muss doch da gewesen sein, doch da sind nur deine Spuren, deine einsamen, lieblosen Spuren.
Hier seid ihr früher immer lang gegangen...
19.2.11 11:30


Stell dir vor, ... Sonnenuntergang

Stelle dir vor, du wachst auf. Ganz langsam öffnest du deine Augen und guckst nach oben. Keine zehn Zentimeter vor deiner Nase ist schon die Decke, eine schlichte Plastikverkleidung mit aufgezeichnetem Holz. Du warst also nicht mehr da, wo du eingeschlafen bist: In dem kleinen, verträumten Hotelzimmer an der Küste des Mittelmeers, an dem du gerade mit mir Urlaub machst. Verwundert schaust du dich um und stellst fest, dass du in einer Kajüte geschlafen hast, einer ziemlich kleinen mit einem Zweierhochbett. Sofort wird dir auch klar, wovon du aufgewacht bist: Das ständige auf und ab. Aufgrund des erst eben beendeten Schlafes wird dir erst jetzt ganz langsam klar, dass du auf einem Boot bist. Du ziehst dir dein weißes Nachthemd aus und schlüpfst in deine Sommerbekleidung, in der du die Kajüte verlässt und die kleine Treppe nach oben steigst, die zum Deck führt. Erst musst du blinzeln, da die grellen Sonnenstrahlen deine noch müden Augen blenden, doch langsam gewöhnst du dich daran. Du siehst dich um: Du stehst auf einer weißen Yacht, die mit ordentlicher Geschwindigkeit durch das extrem klare Wasser prescht. An der Spitze der Yacht sind zwei Liegen aufgestellt – beide sind leer, aber auf einem ist noch der Abdruck in dem darauf gelegten Handtuch zu erkennen. Du siehst dich weiter um und schaust nach hinten. Ich stehe hinter dem Steuerrad und winkte dir lachend zu. Der Wind zerzauste meine Haare und ließ meine weißen Klamotten hin und her wehen. Du kletterst zu mir hoch und umarmst mich schweigend von hinten und genießt, wie die salzige Meeresluft in dein Gesicht weht. Irgendwann fange ich an zu erzählen und erkläre dir, dass ich über Nacht ganz heimlich eine Yacht gemietet habe und dich mit Einsatz von Schlafmitteln in das Bett, in dem du gerade aufgewacht bist, gebracht habe. Du starrst mich erstaunt an und musst breit grinsen, total begeistert von meinen Mühen. Komplett sprachlos starrst du auf das Wasser. Du kannst fast bis auf den Grund durchsehen, so klar ist es. Irgendwann löst du dich auf deiner Starre und fragst mich, wieso ich das mache – und vor allem, wieso heimlich. Ich lache, als wäre dies eine kleine, kindische Frage. Gemacht hätte ich das, um dir einen der schönsten Tage, die du je erleben wirst, zu schenken, sage ich dir. Und heimlich, weil ich dir eine Überraschung machen wollte. Das diese vollkommen gelungen ist, sehe ich an deinem Gesichtsausdruck und muss lachen. Wir fahren eine Weile und irgendwann stoppe ich das Boot, was nur noch leicht im ruhigen Wasser auf und ab treibt. Wir setzen uns vorne auf die beiden Liegen. Du schaust dich wieder um. Um uns herum ist nichts anderes als Wasser, das klarste, schönste, am meisten glitzernde Wasser, das du je gesehen hast. Irgendwann stehst du auf und legst dich auf mich drauf. Ich schrecke auf, da ich ein wenig eingedöst bin, was du allerdings durch meine Sonnenbrille nicht gesehen hast. Langsam küssen wir uns und ich streichel dich am ganzen Körper. Unsere Küsse werden immer gieriger und ich ziehe dich solange aus, bis du ohne Klamotten vor mir stehst. Aber anstatt dich weiter zu liebkosen, hebe ich dich hoch. Du fängst an in einer irgendwie entzückten Art zu kreischen und ich schmeiße dich über Board. Mit einem lauten Platschen kommst du auf und ich pelle mich auch aus meinen Klamotten heraus und folge dir in das warme Nass. Wir schwimmen eine Weile durch das glasklare Wasser und genießen das Beieinander-Sein, dann kehren wir zum Boot zurück. Ohne uns abzutrocknen legen wir uns wieder auf die Liegen und lassen uns unter der warmen Sonne garen. Nachdem ich dir deine Lieblingsspeise Nudeln, die ich selber mit Herzchenformen gemacht habe, serviert habe, schließt du deine Augen und beginnst auch aufgrund des vollen Magens und der Hitze zu schlafen. Du träumst was wunderschönes, was dich im Schlaf lächeln lässt, und aus dem du erst wieder aufwachst, als meine Lippen die deinen berühren. Du nimmst die Sonnenbrille ab und blinzelst den Schlaf weg. Du fröstelst ein wenig und fragst mich verwundert, wie lange du geschlafen hättest. Ich sage dir, dass dies eine Weile gewesen sei, lächel dabei über deine Süßheit während des Schlafens. Ich sage dir, dass ich eine kleine Überraschung für dich habe, und du folgst mir auf das Dach, das den Bereich, in dem sich das Steuerrad befindet, vor Nässe schützt. Erstaunt bleibst du stehen und guckst dir deine Überraschung an: Eine Decke mit vielen, wunderschönen Kerzen, in deren Mitte eine Schale gefüllt mit süßestem Popcorn steht. Daneben liegt deine Spiegelreflexkamera. Wir setzen uns auf die Decke und schauen auf das Meer hinaus. Du gehst kurz runter in deine Kajüte und wirfst dir einen Bademantel über, da es doch schon recht spät geworden ist, und es kühl und auch ein Stückchen dunkler geworden ist. Du setzt dich wieder neben mich und wir starren auf das weite Meer hinaus. Wir sitzen eine Weile – ab und zu ein Popcorn essend – und genießen die weite Aussicht, als sich plötzlich der Himmel rot färbt. Du stöhnst begeistert auf und grinst mich an. Die Sonne, die uns so nah erscheint, leuchtet in einem glimmenden Rot auf, dass alles um uns färbt. Ganz besonders aber sieht das Wasser aus, das das rote Licht noch viel, viel schöner spiegelt als das Sonnenlicht zuvor. Irgendwann ist die halbe Sonne über den Rand des Horizontes gefallen. Plötzlich hören wir ein lautes Schnattern, du drehst dich erschrocken um, doch das Wesen, das das Geräusch verursacht hatte, war schon längst wieder im Wasser verschwunden. Du zuckst mit den Schultern und schaust wieder in die Sonne. Plötzlich springen vor uns aus dem Wasser zwei Delphine hoch, schnattern laut. Schnell nimmst du deine Kamera, doch die Delphine sind schon längst wieder verschwunden. Traurig machst du einen süßen Schmollmund, hältst aber die Kamera für den Fall bereit, dass die Delphine wiederkommen, was du aber nicht glaubst. Doch plötzlich springen sie wieder hoch, genau zentral zu der roten Sonne, sodass wir nur die Silhouette erkennen können. Du reißt deine Kamera hoch und schießt ein Bild von diesem wunderschönen Motiv. Aufgeregt und vollkommen begeistert zeigst du mir das Bild auf dem Display und ich grinse stolz. Wir küssen uns wieder, wobei ein Schauer von Glück über uns ergeht und uns beide grinsen lässt. Wir starren noch ganz lange auf die untergehende Sonne, bis wir beide auf dem Dach einschlafen…
19.2.11 11:29


Stell dir vor, ... Mondlicht

Stelle dir vor, du bist bei mir zuhause. Es ist ein später Abend eines warmen Sommertages, den wir beide in einem Park verbracht haben. Es war einer der wunderschönsten Tage, den du je hattest. Jetzt liegst du erschöpft in meinem Bett und starrst lächelnd an die Decke – dich beschäftigen wunderschöne Gedanken. Ich lege mich neben dich und erkunde mich nach deinem Wohlbefinden. Du sagst mir, dass es dir mehr als gut geht – unbeschreiblich gut. Ich lache zufrieden und schlage dir ein kleines Abenteuer vor. Auch wenn du skeptisch bist, stimmst du zu und wir verlassen das Haus. Draußen ist es stockdüster. Lediglich erhellen Laternen ab und zu die Gegend. Die Grillen zirpen noch und wir hören die leisen, hohen Schreie von Fledermäusen. Du fürchtest dich vor ihnen, doch meine warme Hand zu halten nimmt dir deine Angst. Du guckst mich an und erkennst trotz der Dunkelheit, dass ich Lächle. Dieses Lächeln ist für dich wie eine Achterbahnfahrt – es kribbelt wahnsinnig dolle und dieses Gefühl lässt dich kichern. Ich gucke dich fragend an und du guckst mich mit einem Blick zurück an, der mir sagt, wieso du kicherst – du bist glücklich. Wir betreten Hand-in-Hand einen dunklen Wald. Nach schon wenigen Bäumen bleibst du stehen und guckst mich verstört an. Ich bitte dich darum, mir zu vertrauen und zeige dir, dass ich eine Taschenlampe dabei habe. Du denkst kurz nach und kommst zu dem Schluss, dass ich mir dabei schon etwas gedacht habe, und wir gehen weiter in den Wald. Nun ist es so dunkel, dass du deine Hand nicht mehr vor den Augen siehst. Ich mache die Taschenlampe an und leuchte den Weg. Du hast tierische Angst, doch meine Anwesenheit und meine Hand besänftigen dich. Du fragst mich, wohin wir gehen, doch ich sage es dir nicht. Ich lache und du schubst mich sanft weg, lässt aber meine Hand nicht los. Wir gehen immer weiter in den Wald hinein und irgendwann mache ich die Lampe wieder aus. Ich erkläre dir, dass wir jetzt da sind und du keine Angst haben brauchst. Wieder vertraust du mir. Ich ziehe dich zu Boden und wir bleiben einige Zeitlang schweigend auf dem trockenen, noch angenehm-warmen Boden sitzen. Eine Eule schreit auf und du erschrickst dich, doch ich nehme dich beschützend in den Arm. Du lächelst tapfer, was ich natürlich gar nicht sehen kann. Nach etwa einer Stunde sage ich dir, dass es nicht mehr lange dauern wird. Dir wird langsam kalt. Du merkst, wie es ein wenig windiger Wird. Und plötzlich wird es um uns herum hell. Du schaust zum Himmel hoch. Die große Wolkenbank, die vor dem Mond war, schob sich langsam zu Seite. Ein riesiger Vollmond erstreckt sich über uns und lässt die Umgebung in einem blauen, gänsehauterzeugenden Licht aufleuchten. Du siehst dich um. Wir sitzen mitten auf einer Lichtung, weswegen wir den Mond auch so gut sehen können. Ich nehme dich noch fester in die Arme, doch der Wind legt sich langsam wieder. Nach einer Weile stehe ich wieder auf und wir gehen wieder ein Stückchen, noch tiefer in den Wald hinein, der jetzt nicht mehr ganz so angsteinflößend ist wie vorher. Irgendwann bleibe ich stehen und sage dir, dass du gleich das schönste sehen wirst, was du dir vorstellen kannst. Du lachst und hältst dies für einen Scherz. Wir gehen weiter und gehen an einer dichten Baumgruppe vorbei. Plötzlich lichtet sich vor uns die Sicht und wir stehen vor einem riesigen See, auf dessen ruhigen Wasser sich der ganze Himmel mitsamt dem Mond spiegelt. Du reißt den Mund auf und nimmst meine Hand fester, wir bleiben stehen. Eine einsame Träne kullert dir die Wange herunter. Es ist wirklich das schönste, was du je gesehen hast. Um den glitzernden See herum stehen die Bäume, wie kleine, freundliche Männer, die dir leicht zuwinken. Sie wirken in dem Licht sympathisch und einladend. Ich lache und zeige in eine Richtung. Du schaust dorthin und erschrickst im ersten Moment. Im zweiten allerdings läuft dir erneut eine Träne über die Wange. Vor uns schwebt ein Schwarm Glühwürmchen. Sie sind wir kleine Stern in der Ferne, nur nah dran. Ihr Licht ist gelblich und voller Wärme. Du siehst in mein lächelndes Gesicht und nimmst es in beide Hände. Es ist der schönste Tag mit dem schönsten Abschluss, den du je hattest. Ganz langsam näherst du dich meinem Gesicht und berührst sanft meine warmen Lippen. Ich berühre deine Wange und lege die andere Hand auf deinen Rücken. Die Berührung lässt dich erschauern. Ganz zärtlich küssen wir uns, doch irgendwann nehme ich meinen Kopf sanft aber bestimmt weg. Du siehst mich an und fragst dich, was jetzt noch kommen mag. Ich fasse ganz langsam unter dein weißes Top und ziehe es aus – du hast nichts dagegen. Erst weißt du nicht, was ich vorhabe, doch dann deute ich auf den See und lache. Du verstehst, bist aber verwundert, wie man in so einem kalten See baden gehen kann. Ich lache erneut, antworte aber nicht. Wir ziehen beide all unsere Kleidung aus und gehen Hand-in-Hand Richtung See. An einer etwas steileren Böschung bleiben wir stehen. Ich tue so als würde ich dich reinschmeißen wollen, mache es aber nicht. Du lachst und rennst vor mir weg, doch ich halte dich fest. Dann schubst du mich ins Wasser. Mit einem lauten Platschen komme ich auf und gehe kurz unter Wasser. Dann steige ich prustend an die Wasseroberfläche. Ich lache und du tust es mir gleich. Zögernd hältst du erst einen Zeh ins Wasser – so kalt ist es gar nicht – dann springst du hinter her. Kurz gehst du unter, aber ich ziehe dich an die Oberfläche. Verwundert stellst du fest, dass der See vom Vortag noch aufgewärmt war. Es war sogar richtig angenehm. Du schaust hoch zum Mond. Er strahlt dich an und scheint zu grinsen, als würde er sich über uns freuen. Du schaust auf den Glühwürmchenschwarm – er sieht so schön aus in dem Mondlicht. Dann schaust du auf die Bäume. Sie wippen alle hin und her und scheinen zu tuscheln – aber es ist ein freundliches Tuscheln, als würden sie sich mit uns über unsere Liebe freuen. Als letztes schaust du auf mich, dem die nassen Haare platt auf den Kopf gedrückt sind. Du lachst mich aus und gespielt genervt verstrubbel ich sie. Dann schwimmen wir schweigend ein paar Runden und genießen einfach nur unsere Anwesenheit und dass wir da sind, wo wir sind. Irgendwann sag ich dir, dass du mir zu einer Stelle im Wasser folgen sollst. Als wir dort angekommen sind, merkst du wieder Land unter deinen Füßen. Hier können wir stehen. Ich stelle mich hinter dich und nehme dich von hinten in die Arme. Ein angenehmer Schauer durchfährt dich, als ich deine Haut berühre. Es ist so wunderschön. Du fährst mir durch die Haare und ich küsse deinen Hals. Dann drehe ich dich sanft um und du siehst mein lächelndes Gesicht im Mondschein. Meine Augen glänzen, aber nicht vom Wasser des Sees. Du weißt ohne ein Wort, dass ich es hier mit dir wunderschön finde. Ich nehme dein Gesicht in beide Hände und beuge mich zu dir herunter. Liebevoll geben wir uns erst einen zarten Kuss, dann geben wir uns der Leidenschaft hin…
19.2.11 11:28





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