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Stell dir vor, ... Mondlicht

Stelle dir vor, du bist bei mir zuhause. Es ist ein später Abend eines warmen Sommertages, den wir beide in einem Park verbracht haben. Es war einer der wunderschönsten Tage, den du je hattest. Jetzt liegst du erschöpft in meinem Bett und starrst lächelnd an die Decke – dich beschäftigen wunderschöne Gedanken. Ich lege mich neben dich und erkunde mich nach deinem Wohlbefinden. Du sagst mir, dass es dir mehr als gut geht – unbeschreiblich gut. Ich lache zufrieden und schlage dir ein kleines Abenteuer vor. Auch wenn du skeptisch bist, stimmst du zu und wir verlassen das Haus. Draußen ist es stockdüster. Lediglich erhellen Laternen ab und zu die Gegend. Die Grillen zirpen noch und wir hören die leisen, hohen Schreie von Fledermäusen. Du fürchtest dich vor ihnen, doch meine warme Hand zu halten nimmt dir deine Angst. Du guckst mich an und erkennst trotz der Dunkelheit, dass ich Lächle. Dieses Lächeln ist für dich wie eine Achterbahnfahrt – es kribbelt wahnsinnig dolle und dieses Gefühl lässt dich kichern. Ich gucke dich fragend an und du guckst mich mit einem Blick zurück an, der mir sagt, wieso du kicherst – du bist glücklich. Wir betreten Hand-in-Hand einen dunklen Wald. Nach schon wenigen Bäumen bleibst du stehen und guckst mich verstört an. Ich bitte dich darum, mir zu vertrauen und zeige dir, dass ich eine Taschenlampe dabei habe. Du denkst kurz nach und kommst zu dem Schluss, dass ich mir dabei schon etwas gedacht habe, und wir gehen weiter in den Wald. Nun ist es so dunkel, dass du deine Hand nicht mehr vor den Augen siehst. Ich mache die Taschenlampe an und leuchte den Weg. Du hast tierische Angst, doch meine Anwesenheit und meine Hand besänftigen dich. Du fragst mich, wohin wir gehen, doch ich sage es dir nicht. Ich lache und du schubst mich sanft weg, lässt aber meine Hand nicht los. Wir gehen immer weiter in den Wald hinein und irgendwann mache ich die Lampe wieder aus. Ich erkläre dir, dass wir jetzt da sind und du keine Angst haben brauchst. Wieder vertraust du mir. Ich ziehe dich zu Boden und wir bleiben einige Zeitlang schweigend auf dem trockenen, noch angenehm-warmen Boden sitzen. Eine Eule schreit auf und du erschrickst dich, doch ich nehme dich beschützend in den Arm. Du lächelst tapfer, was ich natürlich gar nicht sehen kann. Nach etwa einer Stunde sage ich dir, dass es nicht mehr lange dauern wird. Dir wird langsam kalt. Du merkst, wie es ein wenig windiger Wird. Und plötzlich wird es um uns herum hell. Du schaust zum Himmel hoch. Die große Wolkenbank, die vor dem Mond war, schob sich langsam zu Seite. Ein riesiger Vollmond erstreckt sich über uns und lässt die Umgebung in einem blauen, gänsehauterzeugenden Licht aufleuchten. Du siehst dich um. Wir sitzen mitten auf einer Lichtung, weswegen wir den Mond auch so gut sehen können. Ich nehme dich noch fester in die Arme, doch der Wind legt sich langsam wieder. Nach einer Weile stehe ich wieder auf und wir gehen wieder ein Stückchen, noch tiefer in den Wald hinein, der jetzt nicht mehr ganz so angsteinflößend ist wie vorher. Irgendwann bleibe ich stehen und sage dir, dass du gleich das schönste sehen wirst, was du dir vorstellen kannst. Du lachst und hältst dies für einen Scherz. Wir gehen weiter und gehen an einer dichten Baumgruppe vorbei. Plötzlich lichtet sich vor uns die Sicht und wir stehen vor einem riesigen See, auf dessen ruhigen Wasser sich der ganze Himmel mitsamt dem Mond spiegelt. Du reißt den Mund auf und nimmst meine Hand fester, wir bleiben stehen. Eine einsame Träne kullert dir die Wange herunter. Es ist wirklich das schönste, was du je gesehen hast. Um den glitzernden See herum stehen die Bäume, wie kleine, freundliche Männer, die dir leicht zuwinken. Sie wirken in dem Licht sympathisch und einladend. Ich lache und zeige in eine Richtung. Du schaust dorthin und erschrickst im ersten Moment. Im zweiten allerdings läuft dir erneut eine Träne über die Wange. Vor uns schwebt ein Schwarm Glühwürmchen. Sie sind wir kleine Stern in der Ferne, nur nah dran. Ihr Licht ist gelblich und voller Wärme. Du siehst in mein lächelndes Gesicht und nimmst es in beide Hände. Es ist der schönste Tag mit dem schönsten Abschluss, den du je hattest. Ganz langsam näherst du dich meinem Gesicht und berührst sanft meine warmen Lippen. Ich berühre deine Wange und lege die andere Hand auf deinen Rücken. Die Berührung lässt dich erschauern. Ganz zärtlich küssen wir uns, doch irgendwann nehme ich meinen Kopf sanft aber bestimmt weg. Du siehst mich an und fragst dich, was jetzt noch kommen mag. Ich fasse ganz langsam unter dein weißes Top und ziehe es aus – du hast nichts dagegen. Erst weißt du nicht, was ich vorhabe, doch dann deute ich auf den See und lache. Du verstehst, bist aber verwundert, wie man in so einem kalten See baden gehen kann. Ich lache erneut, antworte aber nicht. Wir ziehen beide all unsere Kleidung aus und gehen Hand-in-Hand Richtung See. An einer etwas steileren Böschung bleiben wir stehen. Ich tue so als würde ich dich reinschmeißen wollen, mache es aber nicht. Du lachst und rennst vor mir weg, doch ich halte dich fest. Dann schubst du mich ins Wasser. Mit einem lauten Platschen komme ich auf und gehe kurz unter Wasser. Dann steige ich prustend an die Wasseroberfläche. Ich lache und du tust es mir gleich. Zögernd hältst du erst einen Zeh ins Wasser – so kalt ist es gar nicht – dann springst du hinter her. Kurz gehst du unter, aber ich ziehe dich an die Oberfläche. Verwundert stellst du fest, dass der See vom Vortag noch aufgewärmt war. Es war sogar richtig angenehm. Du schaust hoch zum Mond. Er strahlt dich an und scheint zu grinsen, als würde er sich über uns freuen. Du schaust auf den Glühwürmchenschwarm – er sieht so schön aus in dem Mondlicht. Dann schaust du auf die Bäume. Sie wippen alle hin und her und scheinen zu tuscheln – aber es ist ein freundliches Tuscheln, als würden sie sich mit uns über unsere Liebe freuen. Als letztes schaust du auf mich, dem die nassen Haare platt auf den Kopf gedrückt sind. Du lachst mich aus und gespielt genervt verstrubbel ich sie. Dann schwimmen wir schweigend ein paar Runden und genießen einfach nur unsere Anwesenheit und dass wir da sind, wo wir sind. Irgendwann sag ich dir, dass du mir zu einer Stelle im Wasser folgen sollst. Als wir dort angekommen sind, merkst du wieder Land unter deinen Füßen. Hier können wir stehen. Ich stelle mich hinter dich und nehme dich von hinten in die Arme. Ein angenehmer Schauer durchfährt dich, als ich deine Haut berühre. Es ist so wunderschön. Du fährst mir durch die Haare und ich küsse deinen Hals. Dann drehe ich dich sanft um und du siehst mein lächelndes Gesicht im Mondschein. Meine Augen glänzen, aber nicht vom Wasser des Sees. Du weißt ohne ein Wort, dass ich es hier mit dir wunderschön finde. Ich nehme dein Gesicht in beide Hände und beuge mich zu dir herunter. Liebevoll geben wir uns erst einen zarten Kuss, dann geben wir uns der Leidenschaft hin…
19.2.11 11:28
 


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